Studienreise 2022 nach Israel

19. bis 29. Oktober 2022

Was  noch interessieren könnte... Auszüge aus der Presse

Israels Klinik "Kochav Meir" in der Westukraine (ILI, 20.03.22)
Israel hat am Donnerstag 17 Tonnen Ausrüstung für den Bau eines Feldlazaretts in der westukrainischen Stadt Mostyska nach Polen geflogen. Von dort werden die Hilfsgüter weiter transportiert. Es wird "Kochav Meir" (Leuchtender Stern) genannt, zu Ehren der ehemaligen Premierministerin Golda Meir, die in der Ukraine geboren wurde und während der Verteidigung des Landes gegen die russische Invasion zu einer Art Lokalheldin geworden ist. Meir gründete auch Mashav, Israels Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit und eine Abteilung des Außenministeriums, die jetzt das Krankenhausprojekt leitet. Anfang nächster Woche wird eine medizinische Delegation unter der Leitung von Dr. Dudu Dagan, Direktor der Abteilung für staatliche Krankenhäuser im israelischen Gesundheitsministerium, in die Ukraine aufbrechen, um Flüchtlinge zu behandeln. Das medizinische Krankenhausteam wird 65 Ärzte, Krankenschwestern sowie Mitarbeiter des Außenministeriums und Mashav umfassen, die eine Kinderstation, eine Entbindungsstation und einen Kreißsaal, eine Notfallstation, eine Klinik für Grundversorgung, eine Ambulanz und eine Zentrale leiten. Labor- und Bildgebungsfunktionen, einschließlich Röntgenlabore, werden verfügbar sein, ebenso wie medizinische Ferntechnologien, die vom Sheba Medical Center in Israel entwickelt wurden. (algemeiner, instagram, facebook) EL

Israelisches Gas könnte zur Versorgung der EU beitragen (ILI, 20.03.33)
Die EU will die Importe von russischem Gas bis Ende des Jahres um zwei Drittel reduzieren. Ein Drittel soll durch Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) aus Katar, Ägypten und den USA an bestehende Terminals in EU-Ländern ausgeglichen und dann im gesamten Block verteilt werden. Da Ägypten Gas aus israelischen Lagerstätten importiert und daraus LNG produziert, könnte Israel in Kürze Europa beliefern. Im vergangenen Jahr exportierte Ägypten eine Rekordmenge an LNG, etwa ein Drittel davon (zwei Millionen Tonnen) nach Europa, zehnmal so viel wie im Vorjahr. (globes) EL

Wohnungsbauplan für 50.000 ukrainische Einwanderer (ILI, 13.03.33)
Nahariya, Karmiel, Haifa, Holon, Shoham, Or Yehuda, Petah Tikva und Ashkelon, Rishon le Sion und Beerscheba, Ashdod und Herzlya - Vom Studentenwohnheim über Sozialwohnungen bis zum Pflegeheim: Bei einem Treffen, an dem Finanzminister Avigdor Liberman und der Minister für Bau und Wohnungsbau Ze'ev Elkin teilnahmen, präsentierte die Ministerin für Alija und Integration Pnina Tamano-Shata einen Plan, der für die landesweite Aufnahme von 50.000 Einwanderern aus der Ukraine nach Israel vorbereitet wurde. (globes) EL

Ukrainische Zuwanderer in israelische Technikunternehmen (ILI, 13.03.33)
In der Ukraine beschäftigten israelische Technologieunternehmen zudem 20.000 Programmierer, Ingenieure und andere Arbeiter, von denen viele geflohen sind und Israel erreicht haben. Das Ministerium für Aliyah und Integration, das sich um die Einwanderer kümmert, und das Innenministerium, das sich um die Flüchtlinge kümmert, haben bereits Anfragen von Unternehmen erhalten, die nach Technischen Fachkräften suchen. (globes) EL

Ayalon Highways startet große Verkehrsprojekte in arabischen Siedlungen (ILI, 13.03.22)
In den letzten Wochen hat Ayalon Highways begonnen, seinen Teil des Fünfjahresplans zur Schließung der wirtschaftlichen Kluft zwischen der arabischen und der jüdischen Bevölkerung Israels umzusetzen. Im Rahmen des Plans werden NIS 3 Mrd. für den Verkehr bereitgestellt, und davon wurden NIS 1 Mrd. für Infrastruktur- und Verkehrsprojekte in arabischen Siedlungen im Jahr 2022 und weitere NIS 1 Mrd. für 2023 bereitgestellt. Aktuell arbeitet das Unternehmen an zwanzig Projekten mit Gesamtkosten von NIS 420 Mio. (globes) EL

Israel kann iranische Drohnen abfangen (ILI, 13.03.33)
"Adir"-Kampfjets (F-35I) haben letztes Jahr erfolgreich zwei iranische UAVs abgefangen, die in Richtung israelisches Territorium gestartet waren. Damit war es das weltweit erste operative Abfangen einer Drohne durch eine F-35. Für das Abfangen wurden vier Kampfjets mobilisiert. Die Flugzeuge sind in der Lage, langsame Ziele weit weg von der Heimat aufzuspüren. (flugrevue) KR

"Itworks" hilft Israels Minderheiten vermehrt in High-Tech-Jobs (ILI, 20.02.22)
Die gemeinnützige Organisation Itworks will Arbeitsplätze in Israels florierendem High-Tech-Sektor für ungenutzte Talentpools wie alleinerziehende Mütter, Araber, ultraorthodoxe Juden, Menschen mit Behinderungen und Bewohner, die weit weg von High-Tech-Beschäftigungszentren leben, schaffen. Seit 2006 hat Barons 20-köpfiges Team - hauptsächlich Frauen, die Hälfte von ihnen Araber - mehr als 5.000 Menschen in Jobs gebracht. Derzeit gibt es 18.500 unbesetzte Stellen auf dem israelischen High-Tech-Markt. (israel21c) EL

Eilat und Akaba wollen wieder besser zusammenarbeiten  ILI, 20.02.22)
Die Bürgermeister von Eilat und Akaba beschlossen, gemeinsame Komitees wiederzubeleben, um die Zahl der jordanischen Arbeiter in Israel zu erhöhen und in Umweltfragen zusammenzuarbeiten. (jpost, Israelnetz) E

Senkung der Lebenshaltungskosten in Planung  ILI, 13.02.22)
Premierminister Naftali Bennett, Finanzminister Avigdor Liberman und Wirtschaftsminister Orna Barbivai stellten einen Plan zur Senkung der Lebenshaltungskosten vor. Der Plan sieht eine monatliche Einkommensteuersenkung in Höhe von NIS 230 für alle Arbeitnehmer mit Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren sowie Verbrauchsteuersenkungen für die Einfuhr von Mehl, Olivenöl, Eiern, Fleisch, Fisch, Möbeln und Küchengeräten vor. Die Regierung wird auch die jüngste Strompreiserhöhung für Angestellte mit niedrigen Gehältern bezahlen und die Nachmittagsschule für berufstätige Eltern subventionieren. (globes) EL

 Israelische Organisation bildet auch palästinensische Ärzte aus (ILI 20.02.22)
Save A Child's Heart (übersetzt: Rettet ein Kinderherz) ist eine israelische humanitäre Organisation, die Kindern aus Entwicklungsländern hilft, die eine Herzoperation benötigen. Tamar Shapiro, die für die Öffentlichkeitsarbeit von Save a Child's Heart zuständig ist, berichtet: "Gerade haben wir das 6.000ste Kind gerettet. Es war ein Kind, das mit einem sehr komplizierten Herzfehler aus Gaza kam. 50% der Kinder, die wir behandeln, sind palästinensische Kinder aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen. 45% stammen aus verschiedenen afrikanischen Ländern und der Rest kommt aus anderen Teilen der Welt." In dem neuen Silvan Adams Kinderkrankenhaus gibt es auch Trainingsprogramme für medizinisches Personal, darunter palästinensische Ärzte aus Gaza, sowie Mediziner aus Sambia und Äthiopien. (gdnonline, israelheute) KR


Zwei Buchempfehlungen:
Eine Lebensreise in Romanform: "Sommernächte" von Aharon Appelfeld
Mit "Sommernächte" ist Ende Januar bei Rowohlt die Übersetzung eines der letzten Romane aus dem Alterswerk des israelischen Schriftstellers Aharon Appelfeld erschienen. Die Lebensreise erzählt vom elfjährigen Michael, der im Zweiten Weltkrieg bei einem Freund seines Vaters unterkommt. Dieser zum Landstreicher gewordene Veteran kümmert sich um den Jungen, den er Janek nennt und als Christen ausgibt. Beide erleben jede Menge Gefahren und lernen damit umzugehen. Der Schriftsteller erzählt dabei eine packende Geschichte, die durch jüdische Kindheitserfahrungen in der Nazizeit geprägt ist, aber auch weit darüber hinaus geht. Appelfeld wurde 1932 in der Nähe von Czernowitz/heute Ukraine als Erwin Appelfeld geboren und starb 2018 in Petach Tikwa. Ab 1946 lebte er in Palästina/Israel und war Professor für Literatur. Zuletzt erschien in Deutschland "Meine Eltern". (rowohlt) PST

Briefwechsel zur deutschen "Realität: "Wie hättet ihr uns denn gerne?" von Özlem Topçu & Richard C. Schneider
Ein Briefwechsel zur deutschen "Realität" von Özlem Topçu & Richard C. Schneider. In ihrem Buch blicken sie ein Jahr lang auf das Land, seine Debatten und den Umgang mit dem "Anderen", mal irritiert, mal überrascht, oft wütend. Ein Briefwechsel voller Humor, Einsichten und Geschichten aus zwei deutschen Welten." (Droemer) Özlem Topçu, geboren 1977 in Flensburg als Tochter türkischer »Gastarbeiter«, Studium der Islamwissenschaft, Politik und Medienwissenschaft, Arbeit für DIE ZEIT, aktuell für den SPIEGEL. Sie lebt in Hamburg. Richard C. Schneider, geboren 1957 in München als Kind ungarischer Holocaust-Überlebender, Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte, ARD-Studioleiter und Chefkorrespondent im ARD-Studio Tel Aviv und dann in Rom. Seit 2017 Editor-at-Large beim BR/ARD. Er lebt in Tel Aviv. (droemer) PST


 Gedenktag:
30. November - die Vertreibung der Juden aus der arabischen Welt und dem Iran

"Am 30. November begehen wir den Tag des Gedenkens an Vertreibung der 850.000 Juden aus den arabischen Ländern und dem Iran. In diesem Jahr laden Israel in Deutschland und Israel in München um 19:00h zu einem virtuellen Screening des Films "The Silent Exodus" von Pierre Rehov ein. Der Dokumentarfilm zeigt die Geschichte, die Kultur und den erzwungenen Auszug nahöstlicher und nordafrikanischer jüdischer Gemeinden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Juden aus Ägypten, dem Jemen, Libyen, dem Irak und Marokko legen auf berührende Art und Weise Zeugnis ab. Der Film verknüpft persönliche Geschichten mit dramatischem dokumentarischem Filmmaterial über die Rettungsaktionen von Juden aus den arabischen Ländern. Analysen zeitgenössischer Historiker liefern den Hintergrund für den dokumentierten Rückgang der jüdischen Population in den arabischen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas von einer Million im Jahre 1945 auf einige wenige Tausende heute." (facebook) EL

Solarstrom gegen Wasser
In der jordanischen Wüste soll mit Geld aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ein Solarkraftwerk gebaut werden, das umweltfreundlichen Strom nach Israel liefert. Im Gegenzug versorgt Israel den jordanischen Nachbarn mit dringend benötigtem Wasser. Jordanien wird 600 Megawatt "grünen" Strom nach Israel exportieren und Israel bis zu 200 Mio. m³ entsalztes Wasser nach Jordanien liefern. Eine offizielle Absichtserklärung wurde von den zuständigen Ministern der drei Staaten in Dubai unterzeichnet. (sueddeutsche, globes) KR

Israelische Serie "Tehran" gewinnt International Emmy für Drama
"Teheran" wird international auf Apple TV+ ausgestrahlt. Sie zeigt Niv Sultan als jungen israelischen Mossad-Agenten, der undercover im Iran arbeitet, um die Atomwaffenaufrüstung des Landes zu sabotieren. Der Emmy wurde von Dana Eden, einer der ausführenden Produzenten, entgegengenommen. Sie erntete Applaus für die Aussage, dass es in der Serie darum geht, "den Menschen hinter deinem Feind zu verstehen, und wir tun es jeden Tag an unserem Set". (israel21c) EL

Anmerkung CuWM: Wir fanden die 1. Staffel sehr spannend, vom Plot her tagesaktuell, die Rollen sehr gut besetzt und glaubwürdig gespielt. Der Film vermeidet plakative Aussagen und Klischees, er ist menschlich sehr feinfühlig.

Gantz: Israel muss Streitkräfte aufbauen und über Iran sprechen
Verteidigungsminister Benny Gantz sagt, Israel arbeite daran, seine Fähigkeit zu einem Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm auszubauen, parallel zu seinen Bemühungen, die Bedingungen für ein künftiges Abkommen zwischen den Weltmächten und Teheran zu verbessern. Auf die Frage, was das "beste Szenario" für ein neues Atomabkommen mit dem Iran wäre, antwortete Gantz, Israel würde sich ein Abkommen wünschen, das nicht nur die Urananreicherung, sondern auch die Raketen und die Aktivitäten des Irans in der Region, insbesondere seine Unterstützung für Stellvertreter im gesamten Nahen Osten, regelt. (timesofisrael) TS



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